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Cork muss sich den Titel im Gaelic Football hart erarbeiten

Kein glanzvolles Finale im Croke Park in Dublin. Down war ein ebenbürtiger Gegner.

Cork muss sich den Titel im Gaelic Football hart erarbeitenVorweg: es war kein Klassiker. Vor 81.604 Zuschauern im Croke Park in Dublin schenkten sich Cork und Down nichts, und erst in der Verlängerung konnte sich Cork mit einem einzigen Pünktchen Vorsprung durchsetzen und die All Ireland Championship für sich reklamieren: 0-16 to 0-15.

Kontrastreiche Halbzeiten

Nach einer halben Stunde lag Cork bereits mit fünf Punkten zurück. Überhaupt schien die Mannschaft in der ersten Hälfte nicht so recht auf dem Feld zu sein. Dabei war Cork hoch favorisiert. Dass Down bis ins Finale vorgestoßen war, galt als Überraschung. Sie spielten nicht besonders gut, liesen aber immer wieder etwas Angriffslust aufblitzen. Bei Halbzeit führten sie mit drei Punkten.

Die Einwechselung von Corks Captain Graham Canty, der diesen Sommer wegen einer Verletzung lange pausieren musste, half das Blatt zu wenden. Aber erst in der Schlussphase der zweiten Hälfte schaffte es Cork, mehr Druck zu machen. Zwischen der 46. und der 60. Minute erzielten sie sieben Punkte – Down nur einen. Und schließlich schafften sie es, mit dem knappsten Ergebnis als Sieger vom Platz zu gehen. Es war Corks siebter Titel – der erste seit 1990.

Arbeitssieg

Am Ende war es ein verdienter Sieg. Überfällig, aber hart erarbeitet. Die Fans der ‘Rebels’, wie Cork genannt wird, kümmerte es da wenig, dass es kein glanzvolles Finale war. Als die Spieler und ihr Trainer am Abend in Cork eintrafen, wurde ihnen ein jubelnder Empfang bereitet. Vor allem Daniel Goulding und Donncha O’Connor, die für nicht weniger als 14 der 16 Punkte für Cork verantwortlich zeichneten.

Down, das noch nie ein Endspiel verloren hatte, zeigte sich würdevoll in der Niederlage. Das Finale dieses Jahr erreicht zu haben, und Cork ein fast ebenbürtiger Gegner gewesen zu sein – darauf konnte das Team zurecht stolz sein.

Abschied von Micheál Ó Muircheartaigh

Was vom diesjährigen Endspiel vielleicht länger in Erinnerung bleiben wird als das Gekicke im Nieselregen, ist der Abschied vom RTÉ-Radiokommentator Micheál Ó Muircheartaigh, der nach 92 Spielzeiten das Mikrofon an den Nagel hängte.

Seit 1949 hatte Kerryman Ó Muircheartaigh Gaelic Football und Hurling kommentiert und damit Radiogeschichte geschrieben. Jetzt, im Alter von 80 Jahren, verabschiedete er sich in den Ruhestand. Sein letzter Satz in den Äther: “Der Schiedsrichter pfeift und Cork ist All-Ireland Champion 2010.”

geschrieben am 26.09.2010 um 15:24 Uhr.


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