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150 irische Künstler unterzeichnen einen Israel-Boykott

Aktion richtet sich gegen die Behandlung der Palästinenser durch die israelische Regierung.

Mitte August beschlossen 150 irische Künstler, fürderhin nicht mehr in Israel aufzutreten oder dort auszustellen, oder irgendwelche finanzielle Förderung von Instititionen anzunehmen, die mit der israelischen Regierung verbunden sind.

Die Ireland Palestine Solidarity Campaign (IPSC) erklärte, der Boykott richte sich gegen die “Behandlung der Palästinernser” durch die israelische Regierung. Raymond Deane von der IPSC zitierte dazu ein Statement des israelischen Außenministeriums aus dem Jahr 2005, in dem es von Kultur als einem Propaganda-Instrument sprach. Künstler, die dort aufträten, würden das israelische Regime unterstützen, ob sie wollten oder nicht.

Boykott als Ermutigung

Der Boykott solle anhalten, bis Israel "das internationale Recht und die universellen Prinzipen der Menschenrechte" zu respektieren beginne. Das bedeute, so Deane, "zumindest ein Ende der Okkupation Palästinas, Stopp und Rückbau der Siedlungen und ernsthafte Verhandlungen mit den Palästinensern."

Der Singer/Songwriter Damien Dempsey gab der Hoffnung Ausdruck, der Boykott möge junge Menschen in Israel dazu ermutigen, die nicht mit der Regierungspolitik einig seien, dies offen auszudrücken. Dónal Lunny sagte, er mache bei dem Boykott mit, um seine "Solidarität mit dem palästinensischen Volk" auzudrücken. Gefragt, ob der Boykott Aussicht auf Erfolg habe, meinte Eoin Dillon von der Band Kíla: "In Südafrika hat’s gewirkt."

geschrieben von Eberhard Bort am 30.08.2010 um 12:14 Uhr.


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