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News aus Irland
Humboldt-Pinguin aus Dubliner Zoo entführt
Tier tauchte in der Innenstadt unversehrt wieder auf. Polizei sucht drei Männer.
Während im irischen Parlament darüber abgestimmt wurde, ob sich die Abgeordneten einen 12-wöchigen Sommerurlaub gönnen, ist bei den Medien offenbar bereits das Sommerloch zu spüren. So kam die Meldung groß heraus, dass durch Dublins Innenstadt ein Pinguin spazierte. Kelli, die Dame im Frack, war kurz zuvor aus dem Dubliner Zoo im Phoenix Park gekidnappt und dann in nördlichen Innenstadt ausgesetzt worden.
Wie die irische Polizei mitteilte, sei eine Gruppe von drei Männern am Morgen des 8. Juli in das Gehege eingedrungen und habe den Seevogel mitgenommen. “Die Ermittlungen dauern an, wer diese Leute waren”, sagte ein Polizeisprecher. Dank Hinweisen aus der Bevölkerung konnte Kelli von Mitarbeitern des Zoos und der zur Hilfe gerufenen Polizei in der Rutland Street geortet und zurück in den Tiergarten gebracht werden, wo sie nach einer tierärztlichen Untersuchung wieder mit ihrem Partner ‘Mick’ vereint wurde.
War es ein Bubenstreich?
Klingt alles nach einem Bubenstreich. Aber die Zoodirektion fand das Kidnapping gar nicht zum Lachen, hätte der zehn Jahre alte Humboldt-Pinguin doch während der Entführung verletzt oder später von einem Auto überfahren werden können. Wie Zoosprecher Eddie O’Brien kommentierte, könne von Glück geredet werden, dass die zehnjährige Pinguin-Lady angesichts der nicht zimperlichen Behandlung ihrer Entführer unversehrt geblieben sei. Die Männer hätten den Humboldt-Pinguin in einen Sack gesteckt und gegenüber dem Taxi-Fahrer, der sie einige Kilometer mitnahm, behauptet, in dem Sack befinde sich ein Kaninchen.
Jetzt werden Webcams und Filme der Überwachungskameras ausgewertet, um die Täter zu identifizieren. Und während die Polizei sich an die Arbeit machte und Kelli und Mick sich vom Stress des Kidnappings und ihrer Trennung erholten, folgten die gestressten Abgeordneten in Leinster House dem Vorschlag von Taoiseach Brian Cowen und verordneten sich drei Monate Sommerpause.
Foto: pixelio/tokamuwi
geschrieben von Eberhard Bort am 19.07.2010 um 15:42 Uhr.


