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Irische Politik
Abwärtstrend in der irischen Wirtschaft hält weiter an
Größter Einbruch in der Geschichte Irlands: Im Jahr 2009 gab es ein Minus von 7,1 Prozent.
Die irische Wirtschaft ist im vierten Quartal 2009 überraschend stark geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie die irische Statistikbehörde mitteilte. Insgesamt schrumpfte die irische Wirtschaft im Jahr 2009 um 7,1 Prozent.
In keinem Jahr zuvor hatte die irische Wirtschaft einen solchen Einbruch zu verzeichnen. Einziger Trost ist, dass sich der Abwärtstrend im Lauf des Jahres etwas abschwächte. Das Bruttosozialprodukt (BSP) fiel zu Beginn des letzten Jahres um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, Ende des Jahres waren es ‘nur’ noch 5 Prozent; beim BIP belief sich der Rückgang übers Jahr auf 11,3 Prozent.
Hoffnung auf Wachstum
Finanzminister Brian Lenihan versuchte denn auch, die Zahlen positiv zu interpretieren. Immerhin habe die Regierung im Haushalt 2010 einen Rückgang des BSPs um 7,5 Prozent prognostiziert. Der Abschwung habe sich abgeschwächt. Und er erwarte nach dem Sommer dieses Jahres wieder wirtschaftliches Wachstum. Eine "moderate Erholung" zeichne sich sowohl international als auch für Irland ab.
Allerdings bleibt festzuhalten: Entgegen der Markterwartungen konnte sich Irland 2009 auch nicht aus der Rezession befreien. Revidierten Daten zufolge fiel das BIP im dritten Quartal um 0,1 Prozent. Bislang war das statistische Amt davon ausgegangen, dass Irlands Wirtschaft im dritten Quartal um 0,3 Prozent zugelegt und damit die Rezession hinter sich gelassen hatte.
geschrieben von Eberhard Bort/Foto: Morlok am 10.05.2010 um 17:22 Uhr.


