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Rohrbomben und Brandsätze gegen "Head Shops"

In den Läden werden legale Drogen und New Age-Sachen verkauft. Proteste in Dublin.

"Ytopia" in der Pearse Street in Letterkenny, Co Donegal war Ende März das Ziel einer Rohrbombe, die in der Nacht vor der Ladentür entdeckt worden war. Mehrer Anrainer mussten evakuiert werden, bevor eine Spezialtruppe der Armee eine kontrollierte Explosion herbeiführte.

Verkauf von Legal Highs

"Ytopia" ist ein so genannter ‘Head Shop’ – ein Laden , der legale Drogen (‘Partydrogen’ oder legal highs – Mephedrone, Meeow, Mcat, Wild Cat), aber auch New Age Krimskrams und all die Dinge führt, die man so zum halluzinierenden Lebensstil braucht (vom Pfeifchen bis zu den passenden Klamotten, Magazinen und Musik).

In den letzten Monaten sind diese Head Shops in Irland wie Pilze (magic mushrooms?) aus dem Boden geschossen. Eine ganze Serie von solchen Anschlägen gegen sie hat dieses Frühjahr in Irland für Aufsehen gesorgt.

Nach Angaben der Armee war der versuchte Anschlag in Letterkenny der 16. Fall dieser Art seit Beginn des Jahres. Ebenfalls im März hatte es den Ytopia-Laden in der Connolly Street in Sligo getroffen, er wurde durch das ausgelöste Feuer teilweise zerstört. Zwei Sprengsätze vor Head Shops in Athlone, Co Westmeath konnten noch rechtzeitig entschärft werden. Im Februar hatte es zwei dieser Läden in Dublin erwischt – in Clontarf blieb es bei geborstenen Schaufensterscheiben, in der Capel Street verursachte ein Brand Totalschaden.

Landesweite Demonstrationen

Es hat außerdem landesweite Protestaktionen gegen Head Shops gegeben. Auch vor dem Dáil wurde protestiert. Nicht gerade in Massen, aber etwa 70 Plakatträger aus Roscommon, Athlone, Drogheda, Bray, Arklow und Dún Laoghaire waren unter den Demonstranten, die die Schließung der Head Shops generell, besonders aber in den Städten forderten.

In Naas, Co Kildare, und in Ennis, Co Clare, wurden Head Shops geschlossen, entweder durch Kündigung der Mitverträge oder durch das Gericht. Der Laden in Clontarf schloss am 26. März, zwei Tage nach der Demonstration vor dem Parlament. Das Gericht hatte den Verkauf auf die ursprüngliche Designation als Blumen- und Geschenkeladen reduziert, worauf der Betreiber seine Lizenz zurückgab. In Mullingar waren drei Schüler benebelt ins Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem sie eine Substanz aus dem Head Shop geraucht hatten. Hier wurde die Polizei eingeschaltet.

Über die Kategorisierung von Mephedrone wird derzeit heftig diskutiert, und ab Juni, so hat die irische Regierung angekündigt, sind viele dieser bisher noch legal highs dann illegal.

geschrieben von Eberhard Bort am 30.03.2010 um 14:06 Uhr.


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