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News aus Irland
Mit drastischer Sparrunde will RTÉ Defizit ausgleichen
Der große irische Fernsehsender muss Etat um weitere 20 Millionen Euro kürzen.
Wie die Sunday Business Post am 15. November berichtete, müssen sich Angestellte beim irischen Rundfunk- und Fernsehsender RTÉ auf eine neue Sparrunde gefasst machen. Um 20 Mio Euro soll diesmal das Budget verschlankt werden. Obwohl dieses Jahr bereits 60 Mio eingespart worden sind, klafft immer noch ein Defizit von 17 Mio Euro. Doch nicht nur deshalb wird der Rotstift geschwungen – RTÉ fürchtet auch, dass die Regierung nicht mehr bereit sein wird, Lizenzgebühren für Rentner aus dem Sozialbudget zu bezahlen. Das könnte ein Loch von weiteren 50 Mio Euro in die Kassen von RTÉ reißen. Und das könnte das Aus für 700 RTÉ-Mitarbeiter bedeuten.
RTÉ hat gegenüber der Regierung angedeutet, dass eine Erhöhung der Rundfunkgebühren unausweichlich sei, wenn diese Jobs nicht den Bach hinunter gehen sollen. Der Chef der RTÉ-Nachrichtenredaktion, Ed Mulhall, sprach bereits von Armageddon.
Viele müssen um ihren Arbeitsplatz bei RTÉ bangen
Auch die staatlichen Zuschüsse für den gälischen Kanal TG4 in Höhe von 37 Mio Euro gelten als gefährdet. Damit müsste der Kanal aus den Rundfunkgebühren finanziert werden, was wiederum zu Lasten von RTÉ ginge. Auch dies würde hundertfache Arbeitsplatzverluste nach sich ziehen.
Mit Beginn des kommenden Jahres, so wird erwartet, könnten 10 Prozent der Beschäftigten bei RTÉ ihren Job verloren haben. Der Sender hofft, dass dies durch freiwillige Ruhestandsvereinbarungen erreicht wird. Hatte RTÉ zu Beginn dieses Jahrs noch 2350 Mitarbeiter, werden es zu Beginn des Jahres 2010 wohl nur noch etwa 2100 sein.
Gleichzeitig plant RTÉ, den Standort Donnybrook völlig neu zu gestalten. Die kommunale Planungsbehörde hat bereits zugestimmt, dass praktisch alle vorhandenen Gebäude abgebrochen und bis 2025 durch drei neue, miteinander verbundene Blocks ersetzt werden können, um neuen Technologien Rechnung zu tragen.
geschrieben von Eberhard Bort am 16.11.2009 um 12:44 Uhr.


