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Kerry holt sich im Gaelic Football zum 36. Mal den All- Ireland-Titel

Im spannenden Finale im Croke Park in Dublin Gegner Cork mit 0-16 zu 1-9 besiegt.

Kerry holt sich im Gaelic Football zum 36. Mal den All- Ireland-TitelZwar hatte Cork vor über 82 000 Zuschauern im Dubliner Croke Park den besseren Start erwischt, aber dann hieß am Ende der Sieger doch wieder Kerry – der Sam Maguire Cup wurde erneut ins ‘Königreich’ entführt, mit dem klaren Ergebnis von 0-16 zu 1-9 (bzw. 16:12). Für Kerry ist dies der insgesamt 36. All-Ireland-Titel – allein der fünfte in dieser Dekade. Kerry stand in acht der letzten zehn Finalbegegnungen. Dabei wären sie dieses Jahr aber fast von Sligo aus dem Wettbewerb gekickt worden. Deshalb sagte Trainer Jack O’Connor auch nach dem Spiel: "Dieser Sieg war besonders süß."

Cork erwischte den besseren Start

Vielleicht schwang dabei auch die Freude darüber mit, dass Kerry im 125. Jubiläumsjahr der Gaelic Athletic Association, dessen Höhepunkt und Abschluß das All-Ireland-Finale bei schönstem Spätsommer-Sonnenschein im Croke Park war, den Cup geholt hat – wie übrigens auch im Jahr des 75. und des 100. Jubiläums!

Der Unterschied zwischen den Teams sei, so Martin Breheny im Irish Independent, dass Cork wisse, wie man ins Finale kommt, Kerry dagegen, wie man ein Finale gewinnt. An der von Tom O’Sullivan und Tomas Ó Sé angeführten Verteidigung von Kerry bissen sich die Spieler von Cork die Zähne aus.

Cork gehörten die ersten zehn Minuten, als sie mit fünf Punkten in Führung gingen (1-3 gegen 0-1), aber dann wurde ihr Spieldrang mehr und mehr durch Kerry abgewürgt. In den folgenden 39 Minuten gelangen Cork nur drei Punkte.

Schlussspurt: Drei Punkte innerhalb von zwei Minuten

Vor allem in der zweiten Hälfte wurde klar, dass Kerry dem Gegner den Schneid abgekauft hatte. Die Stürmer wurden immer ungenauer – insgesamt zehn Schüsse verfehlten das Tor. Kerry war präziser, nur zwei ihrer Versuche gingen daneben.

Und doch hätte alles anders kommen können, hätte nicht Kerry-Torwart Diarmuid Murphy in der 48. Minute einen Schuss von Daniel Goulding aus spitzem Winkel mit einem Reflex abgewehrt.
Cork holte noch einmal bis auf einen Punkt auf, aber dann schlug Kerry im Schlussspurt zurück: drei Punkte innerhalb von zwei Minuten. Damit war der Vierpunkte-Abstand wieder hergestellt, der auch bis zum Abpfiff gehalten wurde.

Enttäuschung in Cork – Jubel in Kerry

In Cork hatten die Fans gehofft, dass nach 19 Jahren der Sam Maguire Cup wieder einmal in die Stadt der Rebellen kommen würde. Aber mit jeder verpassten Chance in der zweiten Hälfte sank die Hoffnung. Die Enttäuschung nach dem Abpfiff war greifbar. Man hatte sich so auf eine Siegesfeier gefreut. Trotzdem wurde dem Team in Mallow und in Cork ein gebührender Empfang bereitet, sozusagen im Vorgriff auf die nächste Kampagne.

Während in der Nachbargrafschaft Kerry die Jubelfeiern die ganze Nacht hindurch anhielten. Am Montag gab es dann am Bahnhof von Rathmore, dem ersten Halt innerhalb des Königreichs von Kerry, den ersten triumphalen Empfang. Von dort ging es nach Tralee, wo das Team sich in einer Parade durch die Denny Street präsentierte, bevor der Tross zur Abschlussfeier weiter nach Killarney zog.

geschrieben von Eberhard Bort am 27.09.2009 um 15:29 Uhr.


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