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News aus Irland
Zwei Schulen in Donegal wegen Schweinegrippe geschlossen
Seit Ausbruch der Krankheit mussten in Irland 27 Menschen in Krankenhäuser eingeliefert werden.
Die Schweinegrippe scheint vor allem die Donegal Gaeltacht zu plagen. Mitte August mußte bereits das zweite irischsprachige Kolleg wegen der Epidemie die Türen schließen. Etwa 275 Teilnehmer der beliebten Irisch-Sommerkurse in der atemberaubend schönen Landschaft von Donegal wurden allein an der Coláiste Bhríde in Rann na Feirste (Rannafast) nach Hause geschickt, nachdem die Zahl der am H1N1-Virus erkrankten Schüler zugenomme hatte.
Fast 600 Kursteilnehmer betroffen
Die Situation habe sich innerhalb 24 Stunden zugespitzt, so der Kursdirektor Frank Ó Maoláin, deshalb sei der Irisch-Sprachkurs, an dem die 275 Schüler teilnahmen, vorzeitig beendet worden.
Bereits am Wochenende zuvor war, nach einer vergleichbaren Anhäufung von Schweinegrippe-Symptomen Coláiste Mhuire am Loch an Iúir bei Dungloe geschlossen worden – hier waren es 300 Schüler, die heimgeschickt wurden. Allerdings mit der Hoffnung, dass der Kurs nach einer Unterbrechung doch noch fortgesetzt und abgeschlossen werden kann.
An der Gael Linn-Schule von Magheraroarty bei Gortahork wurden dagegen nur einzelne Schüler vom Unterricht freigestellt, die Schule dagegen blieb geöffnet.
Kritik an Regierungsrichtlinien
In Limerick hat der Direktor der Coláiste Chiaráin in Croom, Noel Malone, scharfe Kritik an den Richtlinien des Bildungsministeriums geübt. Als vor ein paar Jahren die Maul-und-Klauenseuche ausgebrochen sei, habe die Regierung viel umfassender und besser reagiert, was ihre Anweisungen an Schulen anging.
"Als wir die Maul- und Klauenseuche hatten, bekamen wir Poster mit Ratschlägen zum Aushang in den Schulen. Wir wurden angewiesen, bestimmte Unterrichtseinheiten und Aktivitäten wie Sportbegegnungen abzusagen, Desinfektionstücher beim Telefonieren zu benutzen und wo wir Desinfektionsmittel deponieren sollten; es gab eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Bildungs- und dem Gesundheitrsministerium und den Gesundheitsbehörden vor Ort. Jetzt sind wir mehr oder weniger mit dem Problem allein gelassen. Wir brauchen eine klare Linie, denn diese Schweingrippe könnte eine große Herausforderung für die Schulen werden."
Erster H1N1-Todesfall in Irland
Nach einem Treffen in Brüssel empfahl der EU-Gesundheitsausschuß die Schließung von Schulen, wenn dort ein Ausbruch der Schweinegrippe festgestellt werde. Allerdings bräuchten Schulen nicht vorsorglich geschlossen zu werden.
Seit Ausbruch der Krankheit im Mai mußten in Irland insgesamt 27 Menschen in Krankenhäuser eingeliefert werden. Derzeit sind noch 18 in stationärer Behandlung, drei davon auf Intensivstationen.
Am 7. August war der erste Todesfall zu verzeichnen. Eine junge Frau aus demn Westen Irlands, die allerdings ein Reihe von medizinischen Indikationen mitbrachte, erlag im Krankenhaus von Tallaght, wie Irlands oberster Mediziner, Dr John Devlin, nach einer Sitzung im Gesundheitsministerium mitteilte.
geschrieben von Eberhard Bort am 21.08.2009 um 11:32 Uhr.


