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News
Irische Politik
Irische "Frauen für Europa" setzen sich für Lissabon-Vertrag ein
Kampagne stützt sich auf prominente Frauen wie Maeve Binchy oder Emer Costello.
Nach den Grünen und den Bauern nun die Frauen. In Dublin wurde die Kampagne ‘Women For Europe’ vorgestellt, eine Gruppe von Frauen, die sich für ein Ja zum Vertrag von Lissabon einsetzen will. Bei der Präsentation sagte die Journalistin Nell McCafferty, dass sie "unter dem Schutz der EU" leben wolle, und nicht ausschließlich "unter dieser oder jener irischen Regierung".
Lissabon gut für Europa – gut für Irland
Nell McCafferty, die sich selbst als "EU-süchtig" outete, erinnerte daran, was die EU für irische Frauen getan hat, sei es für Lohngleichheit oder für das Recht verheirateter Frauen, im öffentlichen Dienst zu arbeiten.
Vor mehr als 200 Frauen – und auch ein paar Männern – im Dubliner Mansion House sagte Nell McCafferty, dass die Regierung in ihrem Kürzungsprogramm als erstes die Unterstützung der Gleichstellungsbehörde halbieren wolle: "Sie wollen die Frauen wieder an Heim und Herd verbannen." Auch der National Women’s Council sei in Gefahr. Sie wünschten sich Frauen offenbar wieder "barfuß, schwanger und am Spültisch". Unter tosendem Applaus rief sie aus: "Werft ihnen den Spültisch um die Ohren und stimmt mit Ja!"
Die ehemalige Vorsitzende des Arts Council, Olive Braiden, die an der Spitze von ‘Women for Europe’ steht, erklärte, dass die Kampagne sicherstellen soll, "dass die Stimme der Frauen in der Debatte nicht untergeht, dass unsere Anliegen und Bedenken gehört werden." Der Vertrag von Lissabon sei "der nächste Schritt für Europa", und es sei "der richtige Schritt". Ein Ja-Votum am 2. Oktober sei "ein lebenswichtiger Schritt" für die EU und für Irland.
Zehn Gründe für ein Ja
Zu den Gründern der Kampagne gehört neben Niamh Gallagher von der Children’s Rights Alliance Michelle O’Donnell Keating, eine Kommunikationsexpertin, der es um eine Plattform zur Diskussion und Erklärung des Vertrags von Lissabon geht. Zehn Gründe, so Women for Europe, sprechen für ein Ja zu Europa, darunter der Schutz von Frauen und Kindern vor Menschenschmuggel, Verbraucherschutz, Garantien bei der Gleichstellung der Geschlechter, und größere Transparenz der EU. Die Gründe sind auch in einer Broschüre zusammengefaßt: www.womenforeurope.ie
Zu den prominenten Unterstützern der Kampagne gehören u.a. die Erfolgsautorinnen Maeve Binchy und Deirdre Purcell, die politische Beraterin Miriam Hederman O’Brien, Sylvia Meehan, die erste Vorsitzende der Employment Equality Authority, sowie die jetztige Dubliner Oberbürgermeisterin Emer Costello und ihre Vorgängerin Eibhlín Byrne.
Wachsendes Verständnis für Lissabon
Wie die staatliche Referendum Commission Ende Juli bekannt gab, steigt das Verständnis für den Vertrag von Lissabon. Waren es unmittelbar vor dem Votum im Juni 2008 nur 44 Prozent, die angaben, sie würden zumindest ansatzweise verstehen, um was es bei dem Vertrag geht, waren es – stark zwei Monate vor dem entscheidenden zweiten Urnengang – bereits 60 Prozent der irischen Wähler.
Link: http://www.womenforeurope.ie
geschrieben am 02.08.2009 um 19:30 Uhr.


