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News aus Irland
Dublin gehört nicht mehr zu den teuersten Städten der Welt
Rezession lässt Preise Purzeln. Dublin ist 4,4 Prozent teuerer als der Rest Irlands.
Während der keltische Tiger Dublin zu einer der teuersten Städte der Welt machte, lässt die Rezession die Preise purzeln, und die irische Hauptstadt wird in der neuesten Erhebung von der Beratungsfirma Mercer Human Resources, die jedes Jahr eine solche Rangliste erstellt, nicht mehr in der Top 20 unter den teuersten Pflastern der Welt geführt. Tokio führt die Liga an, nachdem Moskau auf Rang 3 abgerutscht ist. Mercer erstellt die Rangfolge aufgrund eines Warenkorbs von über 200 Gütern und Dienstleistungen.
Nun ist Dublin also auf den 25. Platz unter den 143 in der Statistik geführten Städten zurückgefallen. Vor allem ist dies dem Einbruch bei den Haus- und Mietpreisen zu verdanken. Während dies Besucher nicht direkt tangiert, ist von größerer Bedeutung, dass die Lebensmittelpreise deutlich gesunken sind.
Tasse Kaffee kostet drei Euro
Wer in Dublin ein Zweibett-Luxusapartment für einen Monat mieten möchte, muss dafür im Schnitt 1300 Euro berappen; in London kostet es dagegen 2700 Euro; in New York knapp 4000 Euro - und in Tokio wären gar 4227 Euro fällig. Ein Tässchen Kaffee erfordert in Dublin den Einsatz von drei Euro, in einem Pariser Café sind es immerhin 4,60 Euro.
Allerdings, so stellt Noel O´Connor von Mercer fest, ist ein entscheidender Faktor beim aktuellen Ranking, dass der Euro gegenüber dem Dollar schwächer geworden ist - was wiederum Reisenden aus der Eurozone keine Vorteile verschafft. Und wer auf Fast Food steht, muss immer noch in Dublin mit am tiefsten in die Tasche greifen. Ein Hamburger kostet hier im Schnitt 6,65 Euro - in New York dagegen nur 4,28 Euro. Auch liegt die irische Hauptstadt bei den Wohn-, Nahrungs- und Freizeitkosten noch immer vor Städten wie Amsterdam, Madrid und Barcelona.
Dublin günstiger als Moskau und Paris
Dennoch begrüßte der Irish Examiner den 'Abstieg' Dublins um neun Plätze "auf das wärmste". Es sei zwar voreilig, Dublin nun "billiger" zu nennen, aber es sei immerhin "günstiger als andere europäische Hauptstädte wie Moskau, Kopenhagen, Oslo, Paris, London, Rom und Helsinki, sowie im Vergleich zu anderen Großstädten wie Mailand, Genf oder Zürich."
Was Reisende auch bedenken sollten: Wie eine Studie des statistischen Amtes Anfang Juli zeigte, ist Dublin etwa 4,4 Prozent teurer als der Rest Irlands. Einer aktuellen Studie der WHO zufolge ist die grüne Insel übrigens das am wenigsten gewalttätige Land Europas. Dublin ist weniger gefährlich als so manche Großstadt in Japan, Australien oder Kanada, belegt auch das Mercer-Städte-Ranking.
geschrieben von Eberhard Bort am 10.07.2009 um 16:28 Uhr.


