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Yeats-Ausstellung wegen heftiger Streitereien abgesagt

Kommunalpolitiker und Besitzer zanken um Zugangsrechte zum Lissadell House.

Yeats-Ausstellung wegen heftiger Streitereien abgesagtNeueste Entwicklung im Streit um Lissadell House zwischen den Besitzern und Sligo County Council: eine Yeats-Ausstellung, die am 28. Januar, dem 70. Todestag von W. B. Yeats, eröffnet werden sollte, wurde kurzfristig abgesagt. Lissadell House, das Big House, in dem Countess Constance Markievicz ihre Kindheit verbrachte, wurde von Yeats besungen. Jetzt hätte die Ausstellung an den 70. Jahrestag seines Todes erinnern sollen. Aber die Besitzer, Edward Walsh und Constance Cassidy, befinden sich im Clinch mit den Kommunalpolitikern. Dabei geht es um Zugangsrechte für Fußgänger auf dem weitläufigen Gelände des Herrenhauses.

Zwar hatten die Besitzer bei der Schließung des Hauses für die Öffentlichkeit zugesagt, eingegangene Verpflichtungen erfüllen zu wollen. Aber es wäre, wie Edward Walsh mit bestechender Logik argumentierte, ziemlich zwecklos, eine Ausstellung zu eröffnen, wenn die Öffentlichkeit davon ausgeschlossen bliebe.

Einige der Ausstellungsstücke, die Edward Walsh über die Jahre zusammen getragen hat, wurden noch nie öffentlich gezeigt – darunter vielleicht der letzte Brief, den der Dichter schrieb.

Gibt es einen Ausweg aus der Krise?

Fáilte Ireland und die Yeats Society werden aber den Rest des Programms auch ohne die Ausstellung durchziehen: ein Gedenkgottesdienst in St John’s Cathedral in Sligo, die Vorstellung der neuen DVD ‘Cast a Cold Eye’, und das neue Buch von Sheelagh Kirby, ‘The Yeats Country’.

Währenddessen fanden in Dublin Gespräche zwischen dem Grafschaftsmanager Hubert Kearns und Edward Walsh statt, um einen Ausweg aus der Krise zu finden. Walsh hat beim High Court Beschwerde gegen den Beschluß des Grafschaftsrats eingelegt, den Entwicklungsplan der Grafschaft dahingehend zu ändern, dass ein öffentliches Durchgangsrecht durch das Gut erhalten bleibt. Die jetztigen Besitzer geben an, dass ihnen versichert wurde, es gebe kein solches öffentliches Durchgangsrecht, als sie das Anwesen im Jahr 2003 für 4,66 Millionen Euro erwarben.

Die Aktion des Grafschaftsrats setze, so Walsh, Investitionen in Höhe von zwölf Millionen Euro aufs Spiel – und dabei seien die 250 000 Euro für die Yeats-Ausstellung noch nicht einmal eingerechnet.

geschrieben von Eberhard Bort am 01.02.2009 um 15:53 Uhr.


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