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Der irische Rocksänger Bono ist "Mann des Friedens 2008"
Der U2-Frontmann wurde in Paris für sein Engagement beim Kampf gegen Armut, Hunger und Aids ausgezeichnet.
In Paris wurde am 12. Dezember bei einem Treffen von Friedensnobel-Preisträgern der irische Sänger Bono (U2) zum "Mann des Friedens 2008" gekürt. Der sozialistische Bürgermeister von Paris, Bertrand Delanoë, überreichte dem Rockstar in Gegenwart von fünf Nobelpreisgewinnern ein Gemälde in Anerkennung seines Engagements beim Kampf gegen Armut, Hunger und Aids, vor allem in Afrika.
Wichtige Auszeichnung
Unter den Friedensnobelpreisträgern, die in Paris zusammen gekommen waren, war neben den früheren Präsidenten Polens und Südafrikas, Lech Walesa und Frederik W. de Klerk, auch der nordirische Politiker John Hume, während der ehemalige russische Präsident Michail Gorbatschow (dessen Stiftung den jährlichen Gipfel der Friedensnobelpreisträger mitorganisiert) wegen eines Augenleidens nicht in Paris dabei sein konnte.
Im Lauf der Zeremonie sagte der 48-jährige Bono: "Die Auszeichnung ist für mich sehr wichtig, denn - seien wir ehrlich - für einen Rockstar wie mich kommt sie dem Friedensnobelpreis am nächsten". Er sei als Rockstar mit Auszeichnungen nur so überschüttet worden, betonte der Sänger der Rockband U2. "Sie sind es aber, die wirkliche Arbeit leisten", sagte er den Nobelpreisträgern. "Deshalb fühle ich mich sehr geehrt, in dieser erlauchten Gesellschaft zu sein."
Bono fordert Schuldenerlass
Bono war der Initiator einer Kampagne, die reichen Industrienationen zu überzeugen, dass sie den armen afrikanischen Ländern einen Teil ihrer Schulden erlassen. Wiederholt forderte er auch gerechtere Regeln beim Welthandel sowie Gelder für den Kampf gegen Aids und Malaria.
Das dreitägige Treffen der Friedensnobelpreisträger – das neunte seiner Art – fiel dieses Jahr mit dem 60. Jahrestag der Annahme der UN-Menschenrechtserklärung in Paris zusammen.
"Wir haben beschlossen, einen Mann zu nominieren, der bereits viel gegeben hat und noch mehr geben wird im Kampf für die Menschenrechte, den Kampf gegen Armut, mit seiner Musik und seinen Worten", sagte der führende Kopf der italienischen Linken, der ehemalige römische Bürgermeister Walter Veltroni: "Er hat die Regierungen der Welt unter Druck gesetzt, damit sie die Millenniumziele der UN einlösen. Ihm diesen Preis zu geben unterstreicht, dass dieser Kampf weitergeht."
geschrieben von Eberhard Bort am 15.12.2008 um 19:36 Uhr.


