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Ein großer Preis für einen kleinen Folk Club in Edinburgh

Der ehemalige DIF-Vorsitzende Paddy Bort und sein Wee Folk Club wurden mit den Scots Trad Awards ausgezeichnet.

Ein großer Preis für einen kleinen Folk Club in EdinburghDer seit fast zehn Jahren existierende Wee Folk Club im Royal Oak in Edinburgh wurde am 6. Dezember bei den Scots Trad Awards mit der Trophäe als "Folk Club des Jahres 2008" ausgezeichnet.

Wee heißt klein – und in der Tat hat der Wee Folk Club nur 30 Plätze, in der Lounge des Royal Oak. Manche Musiker haben den Club deshalb schon als Edinburgh’s Folk Living Room bezeichnet – ein Konzert wie in der guten Stube zuhause. Allerdings mit Bar. Doch in der Regel akustisch – also ohne Verstärkeranlage.

Gegründet wurde der Club im Mai 1999 von den damaligen Betreibern des Oak, Sandra Adams und Dorothy Taylor, zusammen mit dem im Jahr 2004 verstorbenen Musiker Bobby Eaglesham und dem ehemaligen DIF-Präsidenten Paddy Bort. Alastair McDonald war damals der erste Künstler, der den Club sozusagen eröffnete. Gefolgt von Malinky und macAlias (Gill Bowman & Karine Polwart).

Im Frühjahr 2003 zogen sich Sandra Adams und Dorothy Taylor aus dem Geschäft zurück (Dorothy starb im Dezember 2006), und Heather und May McKenzie übernahmen den Pub, führten ihn aber im selben Stil als Musikkneipe weiter, mit Live-Sessions an jedem Tag, und mit dem Wee Folk Club jeden Sonntag.

Bereits 1993 hatte Bobby Eaglesham für die Zeit während des Edinburgh-Festivals die Reihe ‘Festival Folk at the Oak’ ins Leben gerufen – inzwischen mit 36 Konzert-Nächten von Ende Juli bis Anfang September – Im diesem Jahr ging diese Reihe bereits zum fünfzehnten Mal über die Bühne!

Und noch ein runder Geburtstag: Am 24. Mai 2009 feiert der Wee Folk Club sein 10-jähriges Bestehen – wieder mit Alastair McDonald.

"Wir sind nur ein kleiner Club"

Heather McKenzie und Paddy Bort konnten am 6. Dezember in der Fruitmarket Gallery in Glasgow aus der Hand von Pete Heywood, dem Herausgeber des Folk-Magazins ‘Living Tradition’, den Pokal als ‘Folk Club des Jahres’ entgegennehmen.

Paddy Bort bedankte sich bei den Oak-Betreibern und dem Barstaff, ohne die der Club nicht existieren könnte, beim kleinen, aber perfekt geformten Publikum, vor allem den ‘Regulars’, die Sonntag für Sonntag ‘ihren’ Wee Folk Club unterstützen, bei den Künstlern – großen Namen wie Dick Gaughan, Brian McNeill, Jim Malcolm, aber auch einer Schar junger Sängerinnen und Sänger und Musiker, die oft im Oak die erste Chance bekommen, vor einem Publikum aufzutreten.

"Wir sind nur ein kleiner Club", sagte Paddy vor den etwa 600 Gästen der von der BBC aufgezeichneten und zwei Tage später gesendeten Preisverleihung, "und deshalb ist das für uns ein besonders großer Preis".

"Hands Up for Trad", mit Simon Thoumire an der Spitze, ist seit sechs Jahren für diese Preisverleihung verantwortlich. Zu den sechzehn Preisträgern gehörten diesmal die Band Capercaillie (für ihren Beitrag zur gälischen Musik), Kris Drever (als bester Instrumentalist), die Peatbog Fairies (als bester Live-Act), Duncan Chisholm (Album des Jahres), The Chair (Folk Band des Jahres), Blair Douglas (Komponist des Jahres), Emily Smith (Folk Singer of the Year), Jeana Leslie & Siobhan Miller (Newcomer), Skipinnish (Dance Band of the Year).

Die vollständige Gewinnerliste findet man unter:

www.handsupfortrad.co.uk/tradmusicawards/stma2008-results.html)

Paddy, der auch Vorsitzender des Edinburgh Folk Club ist (British Folk Club of the Year, 2003), dürfte damit der einzige Folkveranstalter in Großbritannien sein, der sowohl einen ‘Club of the Year’-Award der Scots Trad Awards wie auch der BBC Radio 2 British Folk Awards in Empfang nehmen konnte.

geschrieben am 10.12.2008 um 09:55 Uhr.


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