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News
Nordirland
Dient das ehemalige Maze-Gefängnis bald der Wissenschaft?
Europa-Parlament will Einrichtung eines Zentrums zur Konfliktforschung in Nordirland unterstützen.
Bei seinem Besuch in Nordirland diskutierte der Präsident des Europa-Parlaments, der CDU MdEP Hans-Gert Pöttering, mit First Minister Peter Robinson (DUP) und Deputy First Minister Martin McGuinness (Sein Féin) die Möglichkeiten, wie das Europa-Parlament die Einrichtung eines Konfliktforschungszentrums auf dem Areal des ehemaligen Maze-Gefängnisses unterstützen kann.
Aus der Geschichte lernen
"Ein Zentrum zum Studium und zur Erforschung von Konflikten und deren Lösung und des Versöhnungsprozesses ist sehr nützlich", sagte Pöttering in Belfast: "Wir sollten aus der Geschichte lernen, von guten wie von schlechten Entwicklungen. Und wir sollten die Lektionen, die wir aus der Geschichte lernen, an künftige Generationen weiter reichen. Deshalb würde ich die Einrichtung eines solchen Zentrums begrüßen."
Das Maze – oder Long Kesh – Gefängnis in der Nähe von Lisburn in Co Antrum war Nordirlands Hochsicherheitsgefängnis während der ‘Troubles’. Hier saßen Terroristen beider Seiten ein, hier fanden die IRA-Hungerstreiks der frühen 80er Jahre statt, von hier wurden spektakuläre Ausbrüche und Ausbruchsversuche unternommen.
Kein ‘Schrein für den Terrorismus’
Nachdem der letzte Insasse das Gefängnis verlassen hatte, fiel das Gelände an die Northern Ireland Assembly. Deren Plan sieht vor, hier das nationale Sportstadion zu bauen. Aber aus unionistischer Seite regt sich gegen das Konfliktforschungszentrum inmitten des Stadionkomplexes Widerstand – sie wollen um jeden Preis verhindern, dass aus dem Maze ein "Schrein für den Terrorismus" werden könnte.
geschrieben von Eberhard Bort am 02.12.2008 um 09:10 Uhr.


