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News aus Irland
In Irland beginnt die Vorweihnachtszeit schon im November
In Dublin wird die Festbeleuchtung jetzt schon angeschaltet. Spaß in der City: Schlittschuhlaufen und Vergnügungspark.
Sieben Wochen vor Weihnachten wurde am 3. November das festliche Programm für die Weihnachtszeit in Dublin im Mansion House vorgestellt. Umgeben von der Eiskönigin und dem Eiskönig, einer Horde von schnellen Schlittschuhflitzern und dem Picollo Lasso-Chor betonten Dublins Oberbürgermeisterin Eibhlin Byrne und die Dublin City Business Association, wie wichtig es gerade jetzt in Zeiten der Rezession sei, das Weihnachtsgeschäft zu beleben.
Festliche Kaufstimmung
Die Festbeleuchtung zum Christfest wird dieses Jahr drei Wochen früher angeknipst – am Sonntag, den 9. November, 47 Tage vor dem großen Fest. In der Rezession braucht es offenschtlich größerer – und längerer – Motivation, um die Leute mit der Nase auf den kommerziellen Aspekt des Fests zu stoßen. Und um die Dubliner so richtig in festliche Kaufstimmung zu bringen, wird an nichts gespart: ein Vergnügungspark in den Docklands, Filme in der Temple Bar, ein Eisring in Smithfield, und Hirsche im Phoenix Park. Weitere Glanzlichter des Festprogramms sind Konzerte, Christmas Pantomimes, Geschichtenerzähler und Sternsingen.
"Wenn wir unsere Stadt lebendig und geschäftig erhalten wollen, müssen wir alle unser Scherflein dazu beitragen, für sie zu werben", sagte die Oberbürgermeisterin. Das Stadtzentrum dürfe nicht ins Hintertreffen geraten gegenüber den neuen Verkaufszentren in den Vorstädten. "Denkt daran: Ihr wollt Grafton Street, Henry Street und den Rest der City am Leben halten." Die georgianischen Gebäude würden selbst zur festlichen Magie der Stadt beitragen. Es sei eben Tradition, und es sei wichtig, die Tradition vor allem für die Kinder zu bewahren. Die Leute würden sicher sorgfältig wählen, bevor sie kauften, aber es biete sich die Möglichkeit für Schnäppchen, und die City bürge für Qualität. Sie erhob den Kommerz damit quasi zur "patriotischen Bürgerpflicht".
Weihnachtsbaum mit Energiesparlampen
Der 18 Meter hohe Weihnachtsbaum für die O’Connell Street – kein Baum im ursprünglichen Sinn, sondern ein Gebilde, das nur aus Lichtern besteht – kommt dieses Jahr aus Frankreich und wird von fast 100 000 energiesparenden Glühbirnen verschiedener Größe illuminiert. Dahinter steht die Firma Blachere, die auch für die Ausleuchtung des Eiffelturms in Paris verantwortlich zeichnet.
David Brennan von der Dublin City Business Association merkte an, dass über eine Million Euro in die Weihnachtsbeleuchtung der Stadt investiert werde – besonders "spektakulär", so versprach er, würde die Henry Street im Glanz der Lichter erstrahlen. Aber auch Grafton Street, Mary Street, South Anne Street, St Andrew Street, Trinity Street, North Earl Street und South Great Georges Street würden festlich beleuchtet.
geschrieben von Eberhard Bort am 05.11.2008 um 09:06 Uhr.


