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Die Immobilienpreise in Irland befinden sich derzeit im freien Fall

Preisverfall liegt bei über zehn Prozent. Mit einer Stabilisierung ist frühestens im Herbst 2009 zu rechnen.

Die Immobilienpreise in Irland befinden sich derzeit im freien FallUm mehr als zehn Prozent sind in Irland in den letzten zwöf Monaten die Immobilienpreise gesunken. Und der Preisverfall setzt sch fort, wie Experten vorhersagen. Während die Preise in den ersten neun Monaten um sieben Prozent fielen, wird am Ende des Jahrs die Zehn-Prozent-Schwelle überschritten sein.

Zu rosiges Bild?

Seit Anfang dieses Jahres hat sich der Wert einer durchschnittlichen Wohnung um 20 000 Euro verringert, von 287 800 auf 267 594 Euro. Das ist eine radikale Umkehr des zehn Jahre lang währenden Preisauftriebs. Seit März 2007 sinken die Immobilienpreise nun. Der Boom ist eindeutig zu Ende. Das Preisiveau im Herbst 2008 entspricht wieder dem vom August 2005.

Allerdings könnten diese Zahlen ein zu rosiges Bild zeichnen, da sie nur auf Wohnungsverkäufen basieren und nicht berücksichtigen, dass viele Verkaufswillige ihre Immobilie trotz Preisnachlässen von mehreren 10 000 Euro nicht loswerden. Die Finanz- und Bankenkrise hat auch zur Folge, dass es immer schwieriger wird, ein Baudarlehen zu ergattern.

Heftige Einbußen im Bausektor

Und so fallen die Preise, obwohl der Wohnungsbau im selben Zeitraum um fast fünfzig Prozent zurück gegangen ist. Wie überhaupt der Bausektor mit einem Rückgang von 26,5 Prozent beispielos in Europa ist. Durchschnittlich hatte der Bausektor in der EU einen Rückgang von 2,2 Prozent zu verzeichnen. Selbst Spanien, mit 15,6 Prozent, hat es nicht so verheerend erwischt wie Irland.

Die Flaute auf dem Baumarkt übt zusätzlichen Druck auf die irischen Banken aus, denn sie haben hohe Kredite an Bauunternehmen in ihren Büchern stehen.

Stabilisierung in Sicht?

Da das Vertrauen der Verbraucher und die Wirtschaftserwartungen beide gleich schwach seien, so wird Niall O’Grady von Permanent TSB im Irish Independent zitiert, erwarte er, dass der Preisverfall bei 10 bis 11 Prozent bleiben werde. Frühestens im Herbst 2009, eher noch in 2010, könne mit einer Stabilisierung gerechnet werden.

Auch der Wirtschaftswissenschaftler Alan Ahearne von der National University in Galway erwartet laut RTÉ, dass "die Peise weiter nach unten korrigiert werden". Immerhin seien Immobilienpreise im Vergleich zu anderen Gütern wie Renten oder Einkommen immer noch zu hoch. "Sie werden im Lauf der Zeit so weit hinunter korrigiert werden, dass sie wieder in der Balance sind."

geschrieben von Eberhard Bort am 27.10.2008 um 13:09 Uhr.


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