Deutsch-Irischer Freundeskreis

in Baden-Württemberg e.V.

Konzert auf You Tube mit Aylish Kerrigan

Das Konzert "Musik für Überlebende" wurde ohne Publikum aufgenommen im "STUDIO OLGASTRAßE 93b" in Stuttgart im Juni 2020. Es präsentiert Theatermusik von Kurt Weill mit Texten von Bert Brecht die die Umstände ihrer Zeit sehr kritisch beleuchten und Broadway Songs von George Gershwin die viel Lebensfreude ausstrahlen; außerdem einige Gedichte aus Deutschland und den USA und Klaviersoli von Isaac Albéniz und Enrique Granados. Aylish Kerrigan ist Mitglied im Deutsch-Irischen Freundeskreis.

Die Kelten im Südwesten

Die von der Elbe und Oder „zugereisten“ germanischen Sueben gelten als die Vorfahren der Schwaben. Den Alamannen, die als „Spätaussiedler“ im Früh­mittelalter über 500 Jahre den Südwesten besiedelten ist  z. B. mit dem Museum in Ellwangen größte Aufmerksamkeit gewidmet.

Nun aber plant die Landesregierung in der Keltensiedlung Heidengraben bei Hülben (Kreis Reutlingen) ein neues Besucherzentrum. Dort werden keine Ausgrabungs­stücke zu sehen sein. Stattdessen soll die Keltenzeit mit digitaler Technik erlebbar werden. Mit Tablet oder Smartphone können Geschichtsinteressierte dann auf Entdeckungstour gehen, Häuser oder Handelswege der Keltenzeit digital einge­blen­det in der Landschaft sehen. Im kommenden Sommer soll der Bau des Besucher­zentrums beginnen. 2023 soll es fertig sein. Bund und Land steuern 3,75 Millionen Euro zu dem Projekt bei. Weitere eine Millionen Euro kommen von den Gemeinden Hülben, Graben­stetten und Erkenbrechtsweiler, sowie von den Landkreisen Reut­lingen und Esslingen.

Mit millionenschwerem Aufwand will Baden-Württemberg die Fundstätten und Museen für das historische Erbe der Kelten vermarkten und vernetzen. Nach den Plänen des Wissenschafts­ministeriums werden drei zentrale Stätten gefördert, außerdem soll der berühmte Trichtinger Silberring zum Symbol einer Werbekampagne für das "Keltenland Baden-Württemberg" werden. Insgesamt sollen in den kommenden Jahren zehn Millionen Euro in die Keltenkonzeption des Landes investiert werden, wie das Wissenschaftsministerium am Freitag in Stuttgart mitteilte. Gefördert werden der Heidengraben auf der Schwäbischen Alb bei Grabenstetten (Kreis Reutlingen) als größte bekannte keltische Befestigungsanlage Deutschlands, der Bopfinger Berg Ipf (Ostalbkreis) mit seinem frühkeltischen Fürstensitz und das Keltenmuseum Hochdorf in Eberdingen (Kreis Ludwigsburg). Unterstützt werden auch die landeseigene Heuneburg in Herbertingen (Kreis Sigmaringen) und das Landesmuseum Württemberg in Stuttgart. Die keltischen Kulturen entstanden im 7. und 6. Jahrhundert vor Christus im Raum Burgund und Württemberg. Von hier verbreiteten sie sich über nahezu ganz Europa. Für die Geschichte Südwestdeutschlands waren sie bis ins 1. Jahrhundert vor Christus entscheidend.

Fàilte – Willkommen im Schaufenster des Keltenlandes soll es dann auch im Stuttgarter Landesmuseum heißen!

11.07.2020, Bild: Keltengold im National Museum Dublin, c Waldemar Grytz

Ungute Tradition: Bonfire Nights

Am Fluss Boyne in der Nähe von Rosnaree konnte König Wilhelm III. von England im Juli 1690 den ehemaligen König von England Jakob II. aus dem Hause Stuart besiegen und die abgefallene Insel Irland zurückerobern.

Diesen Sieg feiern bis heute protestantische Traditionsverbände in Ulster mit Paraden und sogenannten Bonfires.

Auch nach  Abschluss des „Good Friday Agreement“ 1998 werden bis heute am Abend vor dem 11. Juli in Belfast in der „Bonfire Night“  hunderte Feuer entfacht. Für republikanisch  gesinnte Nordiren  eine besondere Provokation. An der Spitze der kegeligen Türme aus Holzpaletten wird allzu oft eine Fahne der Republik Irland verbrannt.

11.07.2020, Bild: im “Niemandsland” zwischen Shankill Road und Falls Road, Belfast. Fotos: Waldemar Grytz

Ferienzeit – Lesezeit!

Für den katholischen Bullen Sean Duffy gehört es zur Routine morgens unter seinem Auto nach einem Sprengsatz mit Quecksilberzünder Ausschau zu halten. Er arbeitet bei der nordirischen Polizei, wohnt in einem protestantisch geprägten Stadtviertel. Die spannenden Kriminalfälle, die er zu lösen hat, sind eingebettet in die immer wieder brisante Lage in Ulster.  Mindestens sieben Fälle hat er bisher gelöst und überlebt – manchmal nur knapp.

Adrian McKinty zählt zu den wichtigsten nordirischen Krimiautoren. Die "Duffy-Reihe", übersetzt von Peter Torberg, ist auf Deutsch bei Suhrkamp Nova erschienen.

12.07.2020

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