Deutsch-Irischer Freundeskreis

in Baden-Württemberg e.V.

Joxer Goes to Stuttgart

Als einen großen Sieg für ein kleines Land könnte man zusammenfassen, was sich am 12. Juni 1988 im Stuttgarter Neckarstation zutrug. Durch einen Treffer von Ray Houghton besiegten die "Boys in Green" völlig unerwartet die haushoch favorisierte Mannschaft aus England bei der EM 1988. Christy Moore hat dieses Ereignis in einem Song verarbeitet und erzählt die Geschichte irischer Fans, die sich auf dem Weg nach Deutschland machten. In jedem Konzert in welchem Christy Joxer besingt, wird das Stück wie die Nationalhymne gefeiert.

Text und mehr unter: https://www.songtexte.com/songtext/christy-moore/joxer-goes-to-stuttgart-3bd57828.html

Konzert auf You Tube mit Aylish Kerrigan

Musik für Überlebende:

Das Konzert wurde ohne Publikum aufgenommen im "STUDIO OLGASTRAßE 93b" in Stuttgart im Juni 2020.

Es präsentiert Theatermusik von Kurt Weill mit Texten von Bert Brecht welche die Umstände ihrer Zeit sehr kritisch beleuchten und Broadway Songs von George Gershwin die viel Lebensfreude ausstrahlen; außerdem einige Gedichte aus Deutschland und den USA und Klaviersoli von Isaac Albéniz und Enrique Granados. Aylish Kerrigan ist Mitglied im Deutsch-Irischen Freundeskreis.

 
Irland zum Anklicken:
Dieses Programm gibt einen außergewöhnlichen Einblick in traditionelle Musik der grünen Insel. Erst im 17. und 18. Jahrhundert wurden die Melodien niedergeschrieben, die von tiefer Sinnlichkeit sind. Die Bearbeitung der Gesänge bewahren das Volksliedhafte und vermeiden den Weg des Kommerziellen. Die Balladen des Programms wurden eigens für Aylish Kerrigan arrangiert und reichen von ursprünglich in Gälisch gesungenen Melodien über alte Ulster Songs (aus Nordirland) zu bekannten Dublin Street Ballads. Das Programm wird abgerundet mit schönen Harfensoli und irischen Gedichten.
Aylish Kerrigan, Mezzosoprano Ulrike Neubacher, Harfenistin Günter Eyb, Sprecher und Techniker Sascha Teuber, Studiotechniker

https://youtu.be/RMoOFYpxKDc

Die Kelten im Südwesten

Die von der Elbe und Oder „zugereisten“ germanischen Sueben gelten als die Vorfahren der Schwaben. Den Alamannen, die als „Spätaussiedler“ im Früh­mittelalter über 500 Jahre den Südwesten besiedelten ist  z. B. mit dem Museum in Ellwangen größte Aufmerk- samkeit gewidmet.

Nun aber plant die Landesregierung in der Keltensiedlung Heidengraben bei Hülben (Kreis Reutlingen) ein neues Besucherzentrum. Dort werden keine Ausgrabungs­stücke zu sehen sein. Stattdessen soll die Keltenzeit mit digitaler Technik erlebbar werden. Mit Tablet oder Smartphone können Geschichtsinteressierte dann auf Entdeckungstour gehen, Häuser oder Handelswege der Keltenzeit digital einge­blen­det in der Landschaft sehen. Im Sommer 2021 soll der Bau des Besucher­zentrums beginnen. 2023 soll es fertig sein. Bund und Land steuern 3,75 Millionen Euro zu dem Projekt bei. Weitere eine Millionen Euro kommen von den Gemeinden Hülben, Graben­stetten und Erkenbrechtsweiler, sowie von den Landkreisen Reut­lingen und Esslingen.

Mit millionenschwerem Aufwand will Baden-Württemberg die Fundstätten und Museen für das historische Erbe der Kelten vermarkten und vernetzen. Nach den Plänen des Wissenschafts­ministeriums werden drei zentrale Stätten gefördert, außerdem soll der berühmte Trichtinger Silberring zum Symbol einer Werbekampagne für das "Keltenland Baden-Württemberg" werden. Insgesamt sollen in den kommenden Jahren zehn Millionen Euro in die Keltenkon-zeption investiert werden, wie das Wissenschaftsministerium mitteilte. Gefördert werden der Heidengraben auf der Schwäbischen Alb bei Grabenstetten (Kreis Reutlingen) als größte bekannte keltische Befestigungsanlage Deutschlands, der Bopfinger Berg Ipf (Ostalbkreis) mit seinem frühkeltischen Fürstensitz und das Keltenmuseum Hochdorf in Eberdingen (Kreis Ludwigsburg). Unterstützt werden auch die Heuneburg in Herbertingen (Kreis Sigmaringen) und das Landesmuseum Württemberg in Stuttgart.

Die keltischen Kulturen entstanden im 7. und 6. Jahrhundert vor Christus im Raum Burgund und Württemberg. Von hier verbreiteten sie sich über nahezu ganz Europa. Für die Geschichte Südwestdeutschlands waren sie bis ins 1. Jahrhundert vor Christus entscheidend.

Fàilte – Willkommen im Schaufenster des Keltenlandes soll es dann auch im Stuttgarter Landesmuseum heißen!

Text: 11.07.2020, Bild: Keltengold im National Museum Dublin, (2017) c Waldemar Grytz

Ungute Tradition: Bonfire Nights

Paletten für die "Bonfire Night"

Hausfassade in der Shankill Road

Am Fluss Boyne in der Nähe von Rosnaree konnte König Wilhelm III. von England im Juli 1690 den ehemaligen König von England Jakob II. aus dem Hause Stuart besiegen und die abgefallene Insel Irland zurückerobern.

Diesen Sieg feiern bis heute protestantische Traditionsverbände in Ulster mit Paraden und sogenannten Bonfires.

Auch nach  Abschluss des „Good Friday Agreement“ 1998 werden bis heute am Abend vor dem 11. Juli in Belfast in der „Bonfire Night“  hunderte Feuer entfacht. Für republikanisch  gesinnte Nordiren  eine besondere Provokation. An der Spitze der kegeligen Türme aus Holzpaletten wird allzu oft eine Fahne der Republik Irland verbrannt.

Text: 1.07.2020, Bild links: im “Niemandsland” zwischen Shankill Road und Falls Road, Belfast. Fotos (2018) c Waldemar Grytz 

Partnerschaft: Hohenlohe - Limerick

Limerick liegt an der Mündung des Shannon im Südwesten Irlands und wurde um 810 von Wikingern gegründet. Die Stadt ist die drittgrößte in der Republik Irland und war schon im Mittelalter rund um das „King John’s Castle“ ein wichtiges Wirtschaftszentrum.

 

Seit 1990 besteht eine offizielle Partnerschaft zwischen dem „County of Limerick“ und dem Hohenlohekreis im Norden Baden-Württembergs. Der Partnerschaftsvertrag wurde 2014 ergänzt – die Partnerschaft besteht jetzt zwischen dem Hohenlohekreis und „City and County of Limerick“.

Seit 1990 fanden und finden regelmäßige Besuche statt. Zuletzt war eine offizielle Delegation aus Irland im Jahr 2018 zu Besuch. Für Herbst 2020 war eine Reise des Kreistags des Hohenlohekreises nach Limerick geplant um das 30 jährige Bestehen der Partnerschaft zu feiern. Leider musste dieses Treffen aufgrund der aktuellen Corona-Lage abgesagt werden. 

Seit einigen Jahren besteht auch eine Schulpartnerschaft zwischen dem Schlossgymnasium Künzelsau und einer Schule in Doon. Eine Schülergruppe aus Irland kam im Februar 2020 nach Künzelsau. Der Gegenbesuch musste leider auch abgesagt werden.

Bild: Mosaik in der Eingangshalle der Universität Limerick  c Waldemar Grytz 

City und Country Limerick

Das Gebiet um den See Lough Gur ist seit mehr als 6000 Jahren besiedelt und eine der bedeutendsten archäologischen Orte Irlands mit den größten Stein­kreisen aus prähistorischer Zeit, keltischen Funden und einem vor wenigen Jahren eröffneten Besucherzentrum.

Kilmallock, angelegt von normannischen Eroberern, ist Irlands drittgrößte mittel­alter­liche Stadt. Sie entwickelte sich im 7. Jahrhundert um eine noch heute zu be­sich­tigende Abtei herum und war für vier Jahrhunderte der Sitz der Earls of Des­mond. Die hatten sich lange der Landnahme durch die englischen Eroberer widersetzt.

In Rathkeale fanden im frühen 18. Jahrhundert deutsche Glaubensflüchtlinge aus der Pfalz eine neue Heimat. Im Museum wird ihre Geschichte präsentiert.

Ardpatrick in den Ballyhoura Mountains ist Ausgangspunkt für Rundkurse und Abfahrten für Mountainbiker. Hier gibt es das größte Radwege­netz Irlands mit mehr als 90 km beschilderter Routen, die nur in einer Richtung befahren werden. Für Wanderer gibt es zahl­reiche ausgeschilderte Wege und hervorragendes Karten­material.

Der kleine Ort Kilfinane bietet mit einem "Outdoor Education Centre" ein breites Angebot für Jugendliche und Erwachsene. Möglich sind Kajak- und Kanu-Kurse, Klettern, Mountain­biking, Reiten, Wandern.

 

Studieren in Limerick

Die „University of Limerick“ gehört laut QS World University Rankings 2019 zu den 3% der besten weltweit. In Europa ist sie, was die Vorbereitung der Studierenden auf das Berufsleben angeht, unter den besten drei. 2019 wurde sie von der „Sunday Times“ zur irischen Uni des Jahres gekürt. Sie bietet Platz für über 15.000 Studierende. https://www.ul.ie/

 

Bilder: Mosaike in der Eingangshalle der Universität Limerick und ein Blick auf den Campus  c Waldemar Grytz 

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