Deutsch-Irischer Freundeskreis

in Baden-Württemberg e.V.

Konzert mit Aylish Kerrigan: „Love of Ireland “

Am Freitag, 05. April 2019 um, 20.00 Uhr, präsentieren Aylish Kerrigan (Mezzosopran) und Ulrike Neubauer (Harfe) Irische Lieder, Balladen und Harfenmusik im Alten Rathaus von Höfingen.
Das Programm präsentiert irische Musik aus einer jahrhundertealten mündlichen Tradition. Erst im 17. und 18. Jahrhundert wurden die Melodien niedergeschrieben, die von tiefer Sinnlichkeit sind. Die Bearbeitung der Gesänge bewahren das Volksliedhafte und vermeiden den Weg des Kommerziellen. Die Musik des Programms wurde eigens für Aylish Kerrigan arrangiert und reicht von ursprünglich in Gälisch gesungenen Melodien über alte Ulster Songs (aus Nordirland) zu bekannten Dublin Street Ballads.
Aylish Kerrigan, als Tochter irischer Einwanderer in San Francisco geboren, ist eine der besten Interpretinnen zeitgenössischer irischer Musik. Durch die klassische Ausbildung ihrer Stimme hat sie auch einen unverwechselbaren Stil in der Interpretation traditionellen irischen Gesangs erreicht.

Die Preisträgerin internationaler Gesangswettbewerbe konzertierte in den USA, zahlreichen europäischen Ländern, Russland und der Volksrepublik China, wo sie in Wuhan am "Conservatory of Muslc" eine Ehrenprofessur wahrnimmt. Rundfunk- und Fernsehaufzeichnungen dokumentieren die außergewöhnliche Klangfarbe ihrer Stimme und die Faszination ihres künstlerischen Ausdrucks.
Einen Schwerpunkt ihrer vielseitigen künstlerischen Tätigkeiten sieht Aylish Kerrigan, die ständig ihre Kenntnisse der irischen (gälischen) Sprache vertieft, in der intensiven Zusammenarbeit mit irischen Komponisten. Mit bekannten Interpreten der traditionellen irischen Musik unternahm sie ausgedehnte Tourneen und trat bei Festivals auf, die sie zum Teil selbst leitete.
Ulrike Neubacher, Harfenistin, wurde in Tamsweg/Österreich als Tochter des Harfenbauers Johann Neubacher geboren. Bereits im Alter von sechs Jahren bekam sie ihren ersten Harfenunterricht bei Mag. Gertraud Emminger-Buksky am Salzburger Musikschulwerk.
Sie hat mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Stuttgart sowie mit dem Rundfunkorchester des Südwestfunks Baden-Baden gespielt und war bereits in mehreren Solokonzerten im In- und Ausland zu hören.
Seit 1996 beschäftigt sie sich intensiv mit traditioneller irischer Harfenmusik und entwickelte dabei als Solistin sowie als Gesangsbegleiterin einen eigenen ausdrucksvollen Stil.
Eintritt 15.-
Vorverkauf bei Schreibwaren Korbjuhn, Allmandweg 12 in Leonberg-Höfingen
Tel.: 07152 / 395025
Veranstaltungsort: Altes Rathaus Höfingen, Pforzheimer Str. 11, 71229 Leonberg-Höfingen.
Höfinger Heimat- und Kulturverein
Uwe Freund - 07152/929626 - vorsitz1@hoefinger-heimat-und-kulturverein.de
www.hoefinger-heimat-und-kulturverein.de

DIF-Ausflug nach Friedberg

Fest der Deutsch-Iren in Friedberg

Am Samstag, 28. Oktober 2017 feierte die Gesellschaft zur Förderung deutsch-irischer Verständigung im hessischen Friedberg ihr 40-jähriges Bestehen mit vielen Festreden, Musik, Tanz und lukullischen Leckerbissen, wie Irish Stew und Irish Beef. Auch der DIF war eingeladen und feierte kräftig mit. Es war ein rundum gelungenes Fest, auch der Austern-Brunch am Sonntag mit Musik von Paddy Schmid von der Gruppe Paddy Goes to Holyhead. Wer mehr über die "Deutsch-Iren" in Friedberg und ihr Jubi-Fest erfahren will, kann hier nachschauen.   

Der DIF trauert um Paddy Bort

Der Deutsch-Irische Freundeskreis trauert um seinen langjährigen Vorsitzenden Eberhard "Paddy" Bort, der am 17. Februar 2017 überraschend in Edinburgh starb.

Der “Ire” aus Ilsfeld

Selbst die Erste Ministerin Schottlands, Nicola Sturgeon, war “schockiert und tief traurig”, als sie jetzt vom plötzlichen Tod von Eberhard “Paddy” Bort hörte. Er habe einen großen Beitrag zur Politik, Kultur und dem akademischen Leben in Schottland geleistet. Man werde sich an ihn wegen seiner Intelligenz, Liebenswürdigkeit und Enthusiasmus erinnern. Er werde von allen, “die ihn kannten, schrecklich vermisst”, schrieb sie in einem Nachruf.  Ein großes Lob für einen Mann, der kein Schotte, sondern ein richtiger Schwabe war. “Paddy” Bort wuchs in Ilsfeld bei Heilbronn auf. Dort war er  Jahre lang Gemeinderat für die SPD. In den siebziger und achtziger Jahren studierte er Anglistik und Germanistik an der Universität in Tübingen. In dieser Zeit entdeckte er, nicht zuletzt durch einen Studienaufenthalt am Trinity College in Dublin, seine Liebe zu Irland. Seinen Beinamen “Paddy”, wie ihn später jeder nannte, erhielt er wegen seines “irischen Aussehens”. Wegen seiner rötlichen Haare und wegen seines langen roten Bartes hielt ihn fast  jeder für einen Iren.
  In Tübingen gründete er in den achtziger Jahren am Brecht-Bau (Neuphilologikum) die Anglo-Irisch Theatre Group und wiederbelebte damit die Studententheaterszene, die zuvor brachgelegen hatte. Die anglo-irische Theatergruppe existiert bis heute und sorgte in der Vergangenheit mit der Inszenierung irischer Stücke, die teils auch am Tübinger Landestheater aufgeführt wurden, für Aufsehen.
  Später wurde “Paddy” Bort Vorsitzender des Deutsch-Irischen Freundeskreises in Baden-Württemberg. Lange Jahre führte er unseren Verein mit viel Enthusiasmus, Weitblick und Gespür und vor allem mit großer Liebe für die deutsch-irische Freundschaft. Er blieb unserem Verein immer tief verbunden und war ein großer Ratgeber bei allen Fragen, die Irland betrafen. Mitte der neunziger Jahre ging er nach seinem Tübinger Studium im Rahmen eines von der EU finanzierten Programms (“Grenzen und Regionalismus”) als Dozent und “Associate Director” an das International Social Science Institute in Edinburgh.
   Über die Jahre hinweg gewann er in Schottland und weit darüber hinaus immer mehr an akademischem Ansehen. Er wurde zum Fachmann für schottische Politik und brachte in dieser Funktion unzähligen ausländischen Studenten schottische Politik, Dezentralisierung und das Nordische Model bei. Außerdem war er der Chef des Edinburgh Folk Clubs und förderte in dieser Zeit die schottische Folkmusik. Mit dem Folk Club erhielt er auch einen Preis des britischen Senders BBC.
  “Paddy” Bort veröffentlichte zudem für namhafte Verlage eine Vielzahl von Reiseführern und Bildbänden über Schottland und Irland wie natürlich auch zahllose akademische Schriften. Paddy Bort war ein Original, eine Institution, ein wandelndes Lexikon. Aber vor allem war er für alle, die mit ihm zusammengearbeitet haben, immer ein guter und hilfsbereiter Freund.  
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