Deutsch-Irischer Freundeskreis

in Baden-Württemberg e.V.

Mit diesem Patchwork haben Frauen in Nordirland eine hassvolle Wandmalerei von Unionisten in Belfast übermalt. Auch in ihrem Sinne:
Ein friedvolles und gesundes 2021!

Naturgeister

Irische Mythen sind gesegnet mit Kobolden und Feen aus der Anderswelt, von Flussgöttinnen wie der Ana Livia über Nymphen bis hin zu Elfen und Leprechauns.

Die “Síóga” oder “na daoine maithe”, so der Sammelbegriff, haben ihre bevorzugten Orte, die Fairy Rings, die verschiedenen archäologische Stätten und Orte wie Tighe na Sidhe (Fairyhouse).

Die Fairies leben in einer eigenen Welt, die sich mit derjenigen der Menschen überschneidet. Der irischen Mythologie nach wohnen die Feen in den irischen Feenhügeln. Kein Farmer und kein Bauherr lässt sie abtragen, selbst wenn diese einem geplanten Bauvorhaben im Wege stehen.

Die Wohnungen der „kleinen Leute“ haben nur selten so auffallend bunte Eingänge. Dieser hier findet sich am Ufer eines nicht nur im Winter besonders geheim-nisvollen Sees. Gehen Ihnen die „Fairy Lamps“ auf? Schreiben Sie uns, wie er heißt und in welchem County er zu finden ist.

 

 

Fotos oben und rechts:

c W.Grytz

(31.12.2917)

Das "Danke-Buch":

Hilfe im Hunger- winter 1946

 

Deutschland hatte im Zweiten Weltkrieg nahezu ganz Europa mit Krieg und Terror überzogen. Umso erstaunlicher ist die internationale humanitäre Unterstützung, die gleich nach 1945 einsetzte, um besonders Kindern und Kriegsgeschädigten zu helfen. Irland, die Schweiz und Schweden waren die ersten Staaten, die den hungernden Kindern zur Seite traten. Zehn Tage nach der deutschen Kapitulation beschloss am 18. Mai 1945 das irische Parlament (Dail) auf Anregung von An Taoiseach (Premierminister) Eamon De Valera den Start eines Hilfsprogramms.

Die Hilfe Irlands für einige besonders gezeichnete deutsche Städte hatte bereits im Herbst 1945 eingesetzt. Im Dezember lieferte das irische Rote Kreuz beispielsweise zehn Tonnen Butter nach Freiburg, im Januar 1946 wieder Butter und Speck. Die "Süddeutsche Ärzte- und Sanitätshilfe für das Internationale Rote Kreuz" erhielt Ende 1945 fünfundzwanzig Tonnen irische Butter für die amerikanische Zone. Friedrich Schlotterbeck, ein Überlebender der von den Nationalsozialisten verfolgten und ermordeten "Gruppe Schlotterbeck" aus Untertürkheim, hatte die Verteilung übernommen. Er wurde 1946 zum Präsidenten des Roten Kreuzes Nord-Württemberg gewählt.

Irische Lebensmittel, aber auch Wolldecken und Matratzen gingen nach Trier, Wien und andere Orte. Noch im November 1948 kamen zwei Millionen Pfund irisches Dosenfleisch zur Verteilung.

An die humanitäre Hilfe der Iren im Saarland erinnert „Das Danke-Buch aus Saarbrücken, 1946“. Schülerinnen einer damaligen Saarbrücker Mädchenmittelschule hatten es gestaltet. Die 88 Zeichnungen richteten sich an die unbekannten Helferinnen in Irland.

Dank Tony O‘Herlihy aus Dublin konnten sie 2013 der Öffentlichkeit vorgestellt werden und sind zusammen mit vielen Hintergrund­informationen in einem Buch des Tectum-Verlags erschienen.

Tectum Verlag, ISBN: 978-3-8288-4471-1

Vor 100 Jahren:

11. Dezember 1920 - Cork brennt

In der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember 1920 erlebte die Stadt Cork in Irlands Südwesten eine Nacht der Zerstörung und des Terrors – ein Racheakt von Einheiten der Polizei. Auf Vorschlag von Winston Churchill war die RIC mit demobilisierten Ex-Offizieren verstärkt worden, um den Widerstand der IRA zu brechen.

“Last night in Cork was such a night of destruction and terror as we have not yet had. An orgy of destruction and ruin: the calm sky frosty red – red as blood with the burning city, and the pale cold stars looking down on the scene of desolation and frightfulness. The finest premises in the city are destroyed, the City Hall and the Free Library.” (Liam de Roiste, Aktivist Sinn Fein)

www.theirishstory.com/2017/12/13/the-burning-of-cork

ERASMUS Programm weiter auch für Studierende aus Nord-Irland

Wie die irische Regierung mitteilte, werden auch in Zukunft Studierende aus Nord-Irland an Erasmus-Programmen der Europäischen Union teilnehmen können. Eine Einigung mit der britischen Regierung war im Rahmen der BREXIT-Verhandlungen nicht zustande gekommen. Im Januar 2020 hatte Boris Johnson im Unterhaus noch hoch und heilig versprochen, Großbritannien bleibe Teil des Programms. Nun erklärte er, es sei zu teuer für sein Land. Im vergangenen Jahr hatten 649 Studenten aus dem Norden an ERASMUS teilgenommen.

Dublin hat sich nun bereit erklärt die jährlichen Kosten von geschätzten 2.1 Mio E zu übernehmen, auch um soziale Härten zu vermeiden. Die Regelung soll für alle Studierenden Nord-Irlands gelten - unabhängig davon, ob sie einen britischen oder irischen Pass besitzen.

 

Die ersten Europäer?

Im „National Museum of Ireland“ in Dublin findet sich dieses prähistorische Artefakt. Waren die Vor-fahren der Iren die ersten Europäer? Haben sich die Designer für das Logo des EU-Parlaments an diesem mehr als 4000 Jahre alten Fundstück inspirieren lassen?

Old Ireland in Colour

In seinem neuesten Rundbrief an die Mitglieder der Deutsch-Irischen Gesellschaft in Bonn empfiehlt deren Vorsitzender Peter Dietsch ein interessantes Buchprojekt der Universität Galway:

 

"Da wir es gewohnt sind, Bilder aus der Zeit vor 1950 in der Regel in schwarz-weiß zu sehen, können wir uns kein wirkliches Bild dieser Zeit machen. NUI Galway hat sich dessen für Irland angenommen und hat 173 Zeitzeugenbilder über einen Zeitraum von 125 Jahren, noch vor der Großen Hungersnot bis in die 1950er farbig gemacht. Die Wirkung ist überwältigend."

 

Die Colorierung historischer Fotografien erwies sich für Sarah-Anne Buckley und John Breslin von der NUI als keine allzu leichte Aufgabe und es waren umfangreiche Recherchen notwendig um möglichst realistische Ergebnisse zu erzielen. Welche Farben mag die Kleidung der Abgebildeten gehabt haben? Welche Augen- und Haarfarbe hatten Constance Markievicz oder Violet Gibson, die 1926 versucht hatte Mussolini zu erschießen?

Da mussten z.T. auch Arztberichte oder familiäre Überlieferungen zu Rate gezogen werden.

Das Buch ist im Herbst 2020 bei Merrion Press erschienen.

https://irishacademicpress.ie/merrion-press/

Head of Culture: Candice Gordon

Wie die Irish Times bereits im August berichtete, übernimmt Candice Gordon die Leitung der Abteilung für kulturelle Angelegenheit in der Botschaft der Republik Irland in Berlin.

Ihre Aufgabe wird es sein das generell positive (aber oft an traditionellen Stereotypen orientierte) Image ihres Landes um moderne Facetten zu bereichern.

Dazu ein ausführlicher Beitrag aus der Irish Times:

https://www.irishtimes.com/news/ireland/irish-news/new-cultural-officer-seeks-to-boost-ireland-s-image-in-germany-1.4319828

Konzert auf You Tube mit Aylish Kerrigan

Musik für Überlebende:

Das Konzert wurde ohne Publikum aufgenommen im "STUDIO OLGASTRAßE 93b" in Stuttgart im Juni 2020.

Es präsentiert Theatermusik von Kurt Weill mit Texten von Bert Brecht welche die Umstände ihrer Zeit sehr kritisch beleuchten und Broadway Songs von George Gershwin die viel Lebensfreude ausstrahlen; außerdem einige Gedichte aus Deutschland und den USA und Klaviersoli von Isaac Albéniz und Enrique Granados. Aylish Kerrigan ist Mitglied im Deutsch-Irischen Freundeskreis.

 
Irland zum Anklicken:
Dieses Programm gibt einen außergewöhnlichen Einblick in traditionelle Musik der grünen Insel. Erst im 17. und 18. Jahrhundert wurden die Melodien niedergeschrieben, die von tiefer Sinnlichkeit sind. Die Bearbeitung der Gesänge bewahren das Volksliedhafte und vermeiden den Weg des Kommerziellen. Die Balladen des Programms wurden eigens für Aylish Kerrigan arrangiert und reichen von ursprünglich in Gälisch gesungenen Melodien über alte Ulster Songs (aus Nordirland) zu bekannten Dublin Street Ballads. Das Programm wird abgerundet mit schönen Harfensoli und irischen Gedichten.
Aylish Kerrigan, Mezzosoprano Ulrike Neubacher, Harfenistin Günter Eyb, Sprecher und Techniker Sascha Teuber, Studiotechniker

https://youtu.be/RMoOFYpxKDc

Neuer Fund an der Heuneburg

Nur rund 100 Meter entfernt von der Fundstelle des Prunkgrabes vor zehn Jahren haben Archäologen Anfang Oktober 2020 erneut einen rund 80 Tonnen schweren Block im Gewann Bettelbühl in Herbertingen geborgen. Darin vermuten sie eine weitere Grabkammer aus dem sechsten Jahrhundert vor Christus. Wertvolle Grabbeigaben aus Gold und Bernstein lassen erahnen, dass eine bedeutende Persönlichkeit vom einstigen keltischen Fürstensitz Heuneburg bestattet worden ist. Auf einem Tieflader wurde der Block in ein Labor des Landesamtes für Denkmalpflege nach Ludwigsburg gebracht. Dort soll er in den nächsten Jahren untersucht werden.

http://www.heuneburg.de

Keltenmuseum Hochdorf/Enz

Mit "spektakulären Goldfunden aus keltischen Gräbern des Neckarlandes und jungsteinzeitlichen Funden, u.a. aus den Hochdorfer Steinzeitdörfern" wirbt das Keltenmuseum in Hochdorf/Enz für eine Sonderausstellung, die noch bis zum 6. Januar 2021 zu sehen ist. Technologisch dürfte die Bandbreite zwischen steinzeitlichen Fertigkeiten und der hoch entwickelten Kunst der Metallverarbeitung der Kelten so weit auseinander liegen, wie Pfeil und Bogen von der Apollo-Mission, trotzdem interessant.

https://www.keltenmuseum.de/

Schwabenland wird "Keltenland"

Die von der Elbe und Oder „zugereisten“ germanischen Sueben gelten als die Vorfahren der Schwaben. Den Alamannen, die als „Spätaussiedler“ im Früh­mittelalter über 500 Jahre den Südwesten besiedelten ist  z. B. mit dem Museum in Ellwangen größte Aufmerk- samkeit gewidmet.

Nun aber plant die Landesregierung in der Keltensiedlung Heidengraben bei Hülben (Kreis Reutlingen) ein neues Besucherzentrum. Dort werden keine Ausgrabungs­stücke zu sehen sein. Stattdessen soll die Keltenzeit mit digitaler Technik erlebbar werden. Mit Tablet oder Smartphone können Geschichtsinteressierte dann auf Entdeckungstour gehen, Häuser oder Handelswege der Keltenzeit digital einge­blen­det in der Landschaft sehen. Im Sommer 2021 soll der Bau des Besucher­zentrums beginnen. 2023 soll es fertig sein. Bund und Land steuern 3,75 Millionen Euro zu dem Projekt bei. Weitere eine Millionen Euro kommen von den Gemeinden Hülben, Graben­stetten und Erkenbrechtsweiler, sowie von den Landkreisen Reut­lingen und Esslingen.

Mit millionenschwerem Aufwand will Baden-Württemberg die Fundstätten und Museen für das historische Erbe der Kelten vermarkten und vernetzen. Nach den Plänen des Wissenschafts­ministeriums werden drei zentrale Stätten gefördert, außerdem soll der berühmte Trichtinger Silberring zum Symbol einer Werbekampagne für das "Keltenland Baden-Württemberg" werden. Insgesamt sollen in den kommenden Jahren zehn Millionen Euro in die Keltenkon-zeption investiert werden, wie das Wissenschaftsministerium mitteilte. Gefördert werden der Heidengraben auf der Schwäbischen Alb bei Grabenstetten (Kreis Reutlingen) als größte bekannte keltische Befestigungsanlage Deutschlands, der Bopfinger Berg Ipf (Ostalbkreis) mit seinem frühkeltischen Fürstensitz und das Keltenmuseum Hochdorf in Eberdingen (Kreis Ludwigsburg). Unterstützt werden auch die Heuneburg in Herbertingen (Kreis Sigmaringen) und das Landesmuseum Württemberg in Stuttgart.

Die keltischen Kulturen entstanden im 7. und 6. Jahrhundert vor Christus im Raum Burgund und Württemberg. Von hier verbreiteten sie sich über nahezu ganz Europa. Für die Geschichte Südwestdeutschlands waren sie bis ins 1. Jahrhundert vor Christus entscheidend.

Fàilte – Willkommen im Schaufenster des Keltenlandes soll es dann auch im Stuttgarter Landesmuseum heißen!

Text: 11.07.2020, Bild: Keltengold im National Museum Dublin, (2017) c Waldemar Grytz

Ungute Tradition: Bonfire Nights

Paletten für die "Bonfire Night"

Hausfassade in der Shankill Road

Am Fluss Boyne in der Nähe von Rosnaree konnte König Wilhelm III. von England im Juli 1690 den ehemaligen König von England Jakob II. aus dem Hause Stuart besiegen und die abgefallene Insel Irland zurückerobern.

Diesen Sieg feiern bis heute protestantische Traditionsverbände in Ulster mit Paraden und sogenannten Bonfires.

Auch nach  Abschluss des „Good Friday Agreement“ 1998 werden bis heute am Abend vor dem 11. Juli in Belfast in der „Bonfire Night“  hunderte Feuer entfacht. Für republikanisch  gesinnte Nordiren  eine besondere Provokation. An der Spitze der kegeligen Türme aus Holzpaletten wird allzu oft eine Fahne der Republik Irland verbrannt.

Text: 1.07.2020, Bild links: im “Niemandsland” zwischen Shankill Road und Falls Road, Belfast. Fotos (2018) c Waldemar Grytz 

Partnerschaft: Hohenlohe - Limerick

Limerick liegt an der Mündung des Shannon im Südwesten Irlands und wurde um 810 von Wikingern gegründet. Die Stadt ist die drittgrößte in der Republik Irland und war schon im Mittelalter rund um das „King John’s Castle“ ein wichtiges Wirtschaftszentrum.

 

Seit 1990 besteht eine offizielle Partnerschaft zwischen dem „County of Limerick“ und dem Hohenlohekreis im Norden Baden-Württembergs. Der Partnerschaftsvertrag wurde 2014 ergänzt – die Partnerschaft besteht jetzt zwischen dem Hohenlohekreis und „City and County of Limerick“.

Seit 1990 fanden und finden regelmäßige Besuche statt. Zuletzt war eine offizielle Delegation aus Irland im Jahr 2018 zu Besuch. Für Herbst 2020 war eine Reise des Kreistags des Hohenlohekreises nach Limerick geplant um das 30 jährige Bestehen der Partnerschaft zu feiern. Leider musste dieses Treffen aufgrund der aktuellen Corona-Lage abgesagt werden. 

Seit einigen Jahren besteht auch eine Schulpartnerschaft zwischen dem Schlossgymnasium Künzelsau und einer Schule in Doon. Eine Schülergruppe aus Irland kam im Februar 2020 nach Künzelsau. Der Gegenbesuch musste leider auch abgesagt werden.

Bild: Mosaik in der Eingangshalle der Universität Limerick  c Waldemar Grytz 

City und Country Limerick

Das Gebiet um den See Lough Gur ist seit mehr als 6000 Jahren besiedelt und eine der bedeutendsten archäologischen Orte Irlands mit den größten Stein­kreisen aus prähistorischer Zeit, keltischen Funden und einem vor wenigen Jahren eröffneten Besucherzentrum.

Kilmallock, angelegt von normannischen Eroberern, ist Irlands drittgrößte mittel­alter­liche Stadt. Sie entwickelte sich im 7. Jahrhundert um eine noch heute zu be­sich­tigende Abtei herum und war für vier Jahrhunderte der Sitz der Earls of Des­mond. Die hatten sich lange der Landnahme durch die englischen Eroberer widersetzt.

In Rathkeale fanden im frühen 18. Jahrhundert deutsche Glaubensflüchtlinge aus der Pfalz eine neue Heimat. Im Museum wird ihre Geschichte präsentiert.

Ardpatrick in den Ballyhoura Mountains ist Ausgangspunkt für Rundkurse und Abfahrten für Mountainbiker. Hier gibt es das größte Radwege­netz Irlands mit mehr als 90 km beschilderter Routen, die nur in einer Richtung befahren werden. Für Wanderer gibt es zahl­reiche ausgeschilderte Wege und hervorragendes Karten­material.

Der kleine Ort Kilfinane bietet mit einem "Outdoor Education Centre" ein breites Angebot für Jugendliche und Erwachsene. Möglich sind Kajak- und Kanu-Kurse, Klettern, Mountain­biking, Reiten, Wandern.

 

Studieren in Limerick

Die „University of Limerick“ https://www.ul.ie/ gehört laut QS World University Rankings 2019 zu den 3% der besten weltweit. In Europa ist sie, was die Vorbereitung der Studierenden auf das Berufsleben angeht, unter den besten drei. 2019 wurde sie von der „Sunday Times“ zur irischen Uni des Jahres gekürt. Sie bietet Platz für über 15.000 Studierende.

Seit 1997 ist auch das "Zentrum für deutsch-irische Studien" dort angesiedelt. Hier stehen weniger geografische Aspekte im Vordergrund, sondern die Beziehungen Irlands zum gesamten deutsch-sprachigen Bereich: https://ulsites.ul.ie/irishgerman/

 

Shattering the glass ceiling: 428 Jahre lang wurden die irischen Universitäten ausschließlich von männlichen Professoren geleitet. Seit einigen Monaten hat mit Prof. Kerstin Mey die Universität von Limerick eine Präsidentin. Frau Prof. Kerstin Mey ist gebürtige Berlinerin und studierte seit 1982 an der Humboldt Universität Germanistik und Kunsterziehung. Sie promovierte dort auf dem Gebiet der Kunstwissenschaft/Ästhetik. Sie war vor ihrem Engagement in Irland Lektorin an englischen und schottischen Universitäten und seit 2015 Pro-Rektorin und Dekanin der University of Westminster, Großbritannien.  

„Shatter the glass ceiling’  titelte die Irish Times, was sich in etwa mit “die gläserne Glocke sprengen“ übersetzen lässt. In dem Bericht weist Frau Mey darauf hin, dass in irischen Universitäten etwa zur Hälfte Dozentinnen beschäftigt sind. Je höher der akademische Grad um so weniger weibliche Assistentinnen oder gar Professorinnen fänden sich immer noch in Lehre und Forschung.

Bilder: Mosaike in der Eingangshalle der Universität Limerick und ein Blick auf den Campus  c Waldemar Grytz 

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